Standpunkte

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Wunschliste zwecks Klimaschutz

Hier ein paar Vorschläge für das, was ich mir wünschte und nach Diskussion mit Euch als Petition an die politische Gemeinde richten möchte:

1.  Erklärung des Gemeinderates und der Ortsräte, die Klimakatastrophe anzuerkennen und sich dem Klimaschutz zu verpflichten und, wie der Weltklimarat IPCC flehentlich mahnt, massiv zu verstärken!

2. Vorhandenes Gewerbegebiet verdichten, statt wieder Millionen in den Sand zu setzen

-so, dass das vorhandene Gewerbegebiet des ehemaligen gigantischen Sägewerks, welches aktuell mit Solarzellen vollgestellt ist, einer Nutzung durch Betriebe im Sinne einer „verdichteten“ Nutzung erschlossen wird. Für diese Maßnahme Fördergelder beantragt werden ( z. B. Stichwort „energie-autarke Gemeinde“) , aus Mitteln des Landes oder Bundes, wo aktuell bereits  angestrebt ist, dass Solarzellen auf Hausdächern verpflichtend etabliert werden sollen. Also konkret fördern, dass die, das Gelände blockierenden, vorhandenen Solaranlagen eine Etage höher, also auf die Dächer der sich ansiedelnden Betriebe verlagert werden.

Schon stünde die riesige  Gewerbefläche, die vor einem Jahrzehnt für 25 Millionen Euro (!!) erschlossen wurde, zur Verfügung. Diese ist „schwerlast-gängig“ – war deshalb auch so teuer! – also, als Beispiel auch ideal für das am Landschaftsschutzgebiet am Rande Erbsens wuchernd expandierende Lohnunternehmen Schmidt, welches mit seinen über 60 Schwerlast- Maschinen die Sträßchen und Bewohner Erbsens überstrapaziert und selbst händeringend und bisher vergeblich Flächen mit diesen Eigenschaften und direkten Anschluß an tragfähige Straße sucht. Andernfalls droht nicht nur im Rehtal in Erbsen eine völlig anachronistische großflächige Versiegelung und Verschandelung der Landschaft (Es ist ein fussballfeld-großer Hangar geplant, in dem man einen Airbus unterbringen könnte).

Um die Dimension zu verdeutlichen: Die Firma führt landwirtschaftliche Lohnarbeiten und Tiefbauarbeiten für 600 Betriebe in 50 km Umkreis aus, verfügt hierzu über 10 Festangestellte und 40 Aushilfs Fahrer für die bis 30 Tonnen schweren gigantischen Fahrzeuge. Diese wären gut hinter den riesigen Lärmschutz- Wänden des ehemaligen Klausnergeländes aufgehoben.

2. Mobilitätswende
A:   Erste Fahrradstraße Adelebsens

– Der Klimakatastrophe zu begegnen, indem Radfahren attraktiver wird durch Schaffung einer direkten geradlinigen Fahrradtrasse Richtung Göttingen.  Als komfortabler Lückenschluss und – ganz wichtig- als fürs Radfahren geschützter Raum-, wäre  es erforderlich, 2 Kilometer der kleinen Gemeindestraße zwischen Erbsen bis zum Abzweig Wibbecke als Fahrradstraße zu deklarieren. Ungeachtet des Aufschreies derer, die diese einschließlich der alten Dorfstraße Erbsens in massiv zunehmender Weise als Abkürzungsrennstrecke für ihre SUVs nutzen.

B: Bahnhalt Lödingsen für Radler und Fußgänger aus Erbsen zugänglich machen.

Ein Punkt, – welcher schon in der Dorf Regions Planung „Dreitausend Hände“ erwähnt ist, wäre den als Wirtschaftsweg vorhandenen Fuß-/Radweg aus Erbsen kommend direkt am Bahnsteig in Lödingsen die Bahn kreuzen zu lassen, so dass den Erbsern, wenn sie legalen Zugang zum Bahnsteig  mit Fahrrad oder zu Fuß suchen, nicht mehr die doppelte Strecke bewältigen müssten.

Aktuell klettert man, wohl gemerkt illegal, durch einen Graben, eine steile Böschung hinauf, durch das Schotterbett der Bahngleise und überwindet einen tisch-hohen Absatz um den Bahnsteig zu erreichen. Die Attraktivität des ÖPNV wird also um den Reiz körperlicher Ertüchtigung und den Nervenkitzel durch den herannahenden Zug noch etwas gesteigert.
Um vielleicht die komfortverwöhnten Nutzer schwerer Blechkisten, mit denen sie  die Zukunft Ihre Kinder und Enkel verbrennen, nicht ohne zu lamentieren, dass dieser Brennstoff doch so unerträglich teuer würde, anzulocken, plädiere ich für die Ausstattung des Radweges mit einer Bedarfs-Beleuchtung nach holländische Modell. Gleiches empfehle ich auch für den seit langem projektierten Radweg-Anschluß von Wibbecker Seite.
Finanzierung? Durch das Dorfregionsprogramm!

C: Bike and Rail Programm der Deutschen Bundesbahn fördert sichere Stellplätze für Fahrräder am Bahnhof,

also sehr attraktiv gestaltete Einstellanlagen, die wetter- und diebstahlgesichert sind, so dass man auch sein schönes Fahrrad da hinstellen kann und abends aus der Stadt zurückkommend nicht damit rechnen muss, dass es dem Vandalismus zum Opfer gefallen ist.
Es besteht bereits reger Email-Kontakt.

D: Standort für Carsharing an unseren Bahnhöfen

Unabdingbar hierfür ist aber ein gut getakteter und vernetzter ÖPNV, der deutlich stärker gefördert werden muss.

Dafür will ich mich gerne einsetzen und hoffe auf Eure politische Unterstützung.

Lutz Ehlers, Erbsen 24.10.2021

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Hallo,
ihr lieben Freunde der Natur und dem wunderbaren Gemüse

Mein Name ist Conni Sonne und ich wohne in dem netten Örtchen Wibbecke am Berge, seit 27 Jahren.


In meinem Haus wohnten nette ältere Menschen, die bis zum Schluss ihr eigenes Gemüse anbauten. Jahrelang bekam ich immer etwas ab und gärtnerte mit. Als sie krank wurden, half ich ihnen, denn billige Nahrung im Supermarkt kam für sie nicht in Frage.

Ich pachtete den Acker von der Kirche in Wibbecke, auf dem mein Mieter 60 Jahre lang sein Gemüse anbaute und legte los. Am Anfang legte ich die Beete wie in einem Bauerngarten an, so wie meine Großmutter und auch meine Eltern es gemacht haben.

Durch einen Freund kam ich dann schnell auf die Idee, alles umzustellen auf Marked Gardening und Permakultur, denn diese beiden Arten zu verbinden sind unabdingbar für unsere Zukunft. Wenig Fläche und viel Ertrag mit gutem Gemüse im Einklang mit unserer Natur und den Gegebenheiten ist Zukunft für uns Menschen, Mutter Erde und für das Wohl unsere Tiere, finde ich. 

Letztes Jahr im Sommer merkte ich , dass genug Gemüse im Garten wuchs und wuchs und gründete eine kleine Solawi mit einem Freund. Eine Solawi heißt übersetzt „solidarische Landwirtschaft“ und bedeutet, dass angesichts des globalen Super-Marktes bäuerliche, vielfältige Landwirtschaft erhalten bleibt für gesunde, frische Nahrungsmittel und gleichzeitig die Kulturlandschaft gepflegt wird.

Bei diesem System werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen durchschaubaren Wirtschaftskreislauf. Hier ist der Verbraucher mit im Boot, denn er organisiert, finanziert das Ganze mit einem monatlich festgelegten Abo und auch Arbeitseinsätze. So sieht Verbraucherinnen und Verbraucher, wo das Essen auf dem Tisch herkommt und ermöglicht den Menschen einen neuen Bildungsraum mit eigenen Erfahrungen. In den letzten 20 Jahren gab es leider nur die Wahl für die in der Landwirtschaft arbeiteten Menschen, entweder sich selbst oder die Natur auszubeuten. Die ganze Existenz hängt von Subventionen und Weltmarktpreisen ab. Dieses ist so belastend für die Landwirte, den Boden und auch für die Tiere, sodass viele aussteigen, auch bei den ökologischen Landwirten.

Die Solawis sind eine Super-Idee, damit es endlich mal aufhört mit der Ausbeutung in alle Richtungen, denn nur so kann eine innovative, verantwortungsvolle Landwirtschaft sichergestellt werden, und damit auch gleichzeitig die Existenz der Menschen, die hier arbeiten, sowie die Förderung einer nachhhaltigen Entwicklung. 

Was auch sehr interessant ist, ist, dass Zusammenschlüsse von anderen betrieblichen Landwirten, Gärtnereien und auch privaten Haushalten für mehr Vielfalt auf dem täglichen Tisch sorgen. Es wird sozusagen die ganze Landwirtschaft finanziert und nicht das einzelne Lebensmittel und ohne Abhängigkeit vom Staat.

Dieses schöne Modell, auch die Artenvielfalt zu erhalten und um endlich weg von der Monokultur mit ihren „Spritzen“ zu kommen, brachte mich mit Freude zu dieser Entscheidung, in Wibbecke die“ SOLA WIBBECKE“ zu gründen.

Seit einem Jahr gärtnere ich nun schon durch die Mutter Erde und lerne jeden Tag etwas Neues dazu, mit Schnecken ,Mäusen, Hasen, Kohlfliegen, Beikräutern…lach… etc. umzugehen, denn auch sie haben ihre Berechtigung auf dieser Erde.

Im Frühjahr lernte ich einen Biobauern kennen, der mit Arbeit und Leben zusammenarbeitet, die eine Gärtnerei gegründet haben für Menschen mit Einschränkungen, die viele Pflanzen in Bio vorziehen. Ich fand das so wunderbar und holte mir viele Pflanzen von ihnen, die zu wunderbarem Gemüse herangewachsen sind und schon einige davon in der Gemüsekiste und auf dem Feierabendmarkt in Adelebsen von Niklas angeboten wurden. Diese Solidarität, vor allem keine Konkurrenz, keiner ist wichtiger als der andere und alles ist Eins, für den Erhalt unserer Mutter Erde, ist ein großes Geschenk, wenn der Mensch es verstanden hat.

Ich würde mich so freuen, wenn auch unsere Politiker endlich mal aufwachen und alle an einem Strang ziehen und gemeinsam neue zukunftsorientierte Visionen von Menschen annehmen und nicht zu den Akten legen, nur weil kein Profit zu sehen ist. Dabei ist es gesund für ALLE.

Mein Motto seit vielen Jahren ist: „Hand auf´s Herz, Finger in die Erde“…. Und so schließe ich meinen Bericht und hoffe, wir sehen uns bald auf´m Acker, auf`m Markt, im Gewächshaus, oder auf der Straße mit einem Lächeln im Gesicht

Liebe Grüße vom Acker
Conni Sonne, Wibbecke 20.10.2021

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Neuer UN-Klimabericht

Bei der Erderwärmung befindet sich die Welt auf einem „katastrophalen Weg“ – das ist das Fazit eines am 17.09.2021 veröffentlichten UN-Klimaberichts. Laut Generalsekretär Guterres drohen 2,7 Grad mehr und ein „ massiver Verlust von Menschenleben“. Mehr Informationen hierzu unter:

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/un-klimaziele-verfehlt-erderwaermung-101.html

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„Ich sage Ihnen, dass wir unsere Kinder in einen globalen Schulbus hineinschieben, der mit 98-prozentiger Wahrscheinlichkeit tödlich verunglückt.“ Prof. Schellnhuber, Klimaforscher
Mit diesem Satz endet Rezos Video, in dem er vor allem die vielen älteren Wählerinnen und Wähler auffordert, bei ihrer Wahl an alle jungen Menschen zu denken, die noch nicht an der Bundestagswahl am 26. September teilnehmen dürfen, aber viel härter mit den Folgen der Klimakrise zu kämpfen haben werden als sie.

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Die Verselbständigung der Macht

Gut, die SPD in Adelebsen ist bei der letzten Kommunalwahl 2016 mit 50,7% der damals abgegebenen Stimmen demokratisch gewählt worden und verfügte damit in den letzten 5 Jahren über die absolute Mehrheit im Gemeinderat.

Aber ist das die Legitimation, in der Gewissheit einer sicheren Stimmenmehrheit Entscheidungen allein zu treffen, ohne Information, ohne Beteiligung der Öffentlichkeit und dann auch noch ohne vorherige Beratung mit den anderen Fraktionen und den beratenden Mitgliedern in den zuständigen Fachausschüssen?

Konnte man als Zuhörer auf einer der vergangenen Ratssitzungen schon mal erleben, dass ein Antrag der Opposition ohne irgendeine Begründung einfach abgelehnt wurde, so hat die letzte Ratssitzung am 02.09. dafür gesorgt, dass ich mich jetzt hier öffentlich äußere, zumal diesmal eine ganze Menge Geld mit im Spiel ist.

Auf der Tagesordnung stand der Punkt: ‚Gewerbegebiet Stöcken‘ – mehr Information dazu gab es nicht.

Im Verlauf der vorgelagerten Bürgerfragestunde kam dann heraus, dass eine Ackerfläche links der Straße unter dem Stöcken in der Größe von mehr als 80.000 Quadratmeter für 2.000.000 € auf Initiative aus der SPD-Fraktion von der Gemeinde gekauft werden soll, um anschließend ein Gewerbegebiet, z.B. für Handwerksbetriebe vorhalten zu können. Aufgrund der Waldrandlage könnten davon ungefähr 60.000 Quadratmeter bebaut werden. Die Erschließungskosten sind wegen der Hanglage mit zusätzlichen 3.000.000 € veranschlagt. Einen Plan zur Umsetzung des Vorhabens sowie zu benennende Kaufinteressenten, die ihr Gewerbe dort ansiedeln möchten, gibt es noch nicht.

In der Behandlung des Tagesordnungspunktes im weiteren Sitzungsverlauf erläuterte der Bürgermeister, dass man sich zunächst das Gelände sichern wolle, bevor man in die konkrete Planung einsteige. (Frage nebenbei: Wozu diese Eile? Wer sonst noch hat Interesse am Kauf dieses Ackers – zu diesem Preis?)

Auch weil die Finanzierung auf die Jahre 2022, 2023 und 2024 gestreckt werden soll, stellte die Opposition den weitergehenden Antrag, diesen gewichtigen Tagesordnungspunkt lieber dem neu zu wählenden Gemeinderat zu überlassen und ihn deshalb auf die nächste Ratssitzung im Dezember zu verschieben.

Nach kurzer interner Beratung wurde dies ohne Begründung von fast allen SPD-Ratsmitgliedern abgelehnt. Stattdessen wurde gleich anschließend der Kauf der Fläche mit einer knappen Stimmenmehrheit von 10:8 beschlossen – entsprechend einer bereits zuvor erstellten Verwaltungsvorlage.

Normal ist es so, dass Anträge aus den Fraktionen eingebracht, begründet und zunächst auch in den zuständigen Fachausschüssen beraten und von mehreren Seiten beleuchtet werden, ehe im Gemeinderat abschließend darüber abgestimmt wird. Dies ist nicht geschehen.

Die mit diesem ungewöhnlichen Vorgang dokumentierte enge Verquickung von Verwaltungsspitze und SPD-Mehrheitsfraktion tut dem Flecken Adelebsen auf Dauer nicht gut.

Deshalb meine Bitte an alle Adelebserinnen und Adelebser:
Machen Sie Gebrauch von Ihrem Wahlrecht! Gehen Sie am Sonntag zur Wahl und stärken Sie damit die Demokratie.

Über unsere Zukunft wird auch in der Kommunalpolitik entschieden. Treffen Sie eine Auswahl aus den insgesamt 53 Kandidatinnen und Kandidaten (soviel wie lange nicht) und machen Sie Ihre 3 Kreuze bei den Personen, die Sie für die richtigen halten.

Aber bitte sorgen Sie auch dafür, dass es im nächsten Gemeinderat nicht mehr zu einer absoluten Mehrheit nur einer Partei kommt – im Interesse aller.

Andreas Kompart, Adelebsen 06.09.2021

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Aus Sanktion wird Belohnung, wie kann das sein?

So sieht die zugeschüttete Rieselquelle in Güntersen derzeit aus

Dreimal hat der Ortsrat Güntersen in Sondersitzungen über die Zerstörung eines §30-Biotops, dem Quellgebiet des Dorfbaches, der Lieth durch Firma Nothnik (geschehen in den 2012er Jahren) abgestimmt.

Statt der vom Bürgermeister propagierten Umwandlung des mit Schotter und Bodenaushub zugeschütteten Biotops an Güntersens südwestlicher Seite wünscht der Ortsrat immer wieder einstimmig die Renaturierung. Spätestens seit den Starkregen- und Überschwemmungskatastrophen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz muss klar sein, dass die Versiegelung von Quellgebieten ein absolutes „no go „ist.

Aber der amtierende Bürgermeister und die SPD-Mehrheit im Gemeinderat betreiben seit Jahren, diese Umweltsünde durch eine Bauleitplanung und einen geänderten F-Plan aufzuwerten – statt sie, wie es sein müsste, zu sanktionieren.

So wird aus einem zugeschüttetem Biotop (siehe Foto links) ein Gewerbegebiet.
Aus Sanktion wird Belohnung. Wie kann so etwas in einem demokratisch verfassten Land möglich sein?
In Güntersen versteht man die Welt nicht mehr!

Dr. Norbert Hasselmann, Güntersen 03.09.2021

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Neue Baugrundstücke am Ahrenskamp?

Ginge es nach der Empfehlung des derzeit noch aktuellen Ortsrats Adelebsen vom Frühsommer, dann würden im Wasserschutzgebiet, in unmittelbarer Nähe zum Trinkwasserbrunnen Ahrenskamp und gleich unterhalb des Sportplatzes neue Bauplätze erschlossen werden.

Zum Glück ist dies noch nicht endgültig entschieden und es ist zu hoffen, dass sowohl der neu zu wählende Ortsrat, als auch eine neue Mehrheit im Gemeinderat dieses Vorhaben stoppen kann.

Andreas Kompart, Adelebsen, 01.09.2021

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Wenn’s in der Küche brennt

Eine Kolumne des Spiegel zum Bericht des Weltklimarates vom 15.08.2021

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Warum steht hier ein Bootssteg?

Am Klima kommt niemand vorbei

In diesem Sommer reden alle über die extremen Wetterereignisse und den nötigen Klimaschutz. Doch was passiert wirklich? Was tun wir konkret, um die Klimaerwärmung aufzuhalten?

Können wir dieses große Problem individuell oder nur gesellschaftlich, also politisch lösen?

Ist jede/r von uns bereit, seine Lebensweise von nun an konsequent und wirkungsvoll auf Nachhaltigkeit umzustellen, oder braucht es schnellstmöglich verbindliche und vielleicht auch einschneidende Regeln für alle?

Der 29. Juli war der Tag, an dem die Menschheit rein rechnerisch die zur Verfügung stehenden natürlichen Lebensgrundlagen dieser Erde für dieses Jahr verbraucht hat. Von nun an können wir für den Rest des Jahres wieder nur noch auf Pump, also auf Kosten nachfolgender Generationen weiterleben.
Wie lange soll und kann das überhaupt noch so weitergehen?

Andreas Kompart, Adelebsen 02.08.2021

Gesehen und fototgrafiert in Neustadt am Rübenberge
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung von Thomas Dietze

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Den Wandel aktiv gestalten

Überlegungen zu den Herausforderungen unseres zukünftigen kommunalpolitischen Engagements

Wir sind mitten drin in zum Teil dramatischen Veränderungsprozessen – Klimawandel und demographischer Wandel sind Tatsachen, die sich nicht mehr wegdiskutieren lassen. Man kann diese Veränderungen passiv erleiden, oder aber versuchen, aktiv zu gestalten, sich einzumischen. Wer gestalten will, braucht eine Vision und ein Konzept.

Auf kommunaler Ebene im ländlichen Raum müssen wir Antworten haben auf die sich verändernde Bevölkerungsstruktur: Familienfreundlichkeit, Angebote für die Jugend, Ideen für neue Wohnformen und den Umgang mit der größer werdenden Zahl von Älteren, Inklusion (in meinem Verständnis nicht nur auf Menschen mit Handicaps bezogen, sondern auf alle besonderen Bedürfnisse), bürgerschaftliches Engagement, lebendiges Miteinander …

Auch was den Klimawandel angeht, braucht es auch hier auf lokaler Ebene Antworten: Wie können wir ganz konkret vor Ort unseren CO2 Ausstoß minimieren: Energieeffizienz, regenerative Energien, klimaneutrale Mobilität, Regionalität, kurze Wege, nachhaltiges Leben

Und ganz aktuell die Frage, wie sind wir vorbereitet auf die jetzt schon spürbaren Auswirkungen, wie z.B. Extremwetterlagen? Flächenversiegelung, Regenwasserversickerung, Artenschutz, usw.

Das Thema „Ortsentwicklung“ wäre für mich ein übergreifendes – wie kann unsere Infrastruktur, die Gestaltung von Plätzen, Gebäuden, Treffpunkten, sowohl dem lebendigen Miteinander als auch dem Klimaschutz gerecht werden?

Ein urgrünes Thema, was uns von den anderen auch unterscheidet, ist die Idee von Partizipation: Entscheidungsprozesse soweit wie möglich von unten nach oben. Dazu gehört Zugang zu Informationen, Transparenz, aber auch Formate wie der bereits begonnene Dialog zwischen Jugendlichen und Politikern, die „Demokratiewerkstatt“ u.ä., also aktive Bürgerbeteiligung immer wieder ermöglichen und umsetzen. Es ist gut, dass wir Vereine und die Feuerwehr haben, aber wir brauchen mehr und kreativere Möglichkeiten der Beteiligung, um unsere Gemeinde zukunftsfähig zu machen.

Andrea Ströbele, Wibbecke 02.08.2021

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„Grünes Wachstum ist nicht möglich“

Ein Streitgespräch in der taz vom 30.07.2021

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„Die Zeit“ No. 30 vom 22.07.2021

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Was für eine Chance!

Es geht um die Zukunft des Fleckens…“ schreibt Ilona Springer in einer Stellungnahme auf Crossiety. Ja, das stimmt – mit der Kommunalwahl am 12.9. werden die Weichen gestellt für die Entwicklung unserer Gemeinde in den nächsten Jahren, und diese hängt ganz sicher nicht nur von der Zahl der errichteten Windkraftanlagen im Umkreis ab.

Nachdem – zu Recht – der Klimawandel inzwischen in aller Munde ist, droht ein anderer grundlegender Veränderungsprozess völlig aus dem Blick zu geraten: Der demographische Wandel. Unsere Gesellschaft wird immer älter. Wir werden immer älter. Und diese Entwicklung ist gerade in ländlichen Regionen wie Adelebsen deutlich zu spüren. Auf der einen Seite müssen wir alles tun, um unsere Gemeinde für junge Familien attraktiv zu machen und der weiteren Abwanderung junger Menschen in die Städte etwas entgegen zu setzen. Genauso wichtig ist aber auch die Frage der Lebensqualität der Älteren und der Menschen mit Unterstützungsbedarf.

„Das gute Zusammenleben aller Generationen und Gerechtigkeit zwischen ihnen wird in einer alternden Gesellschaft zentraler. In ihr braucht es neue Formen des Zusammenlebens und eine altersgerechte und inklusive Infrastruktur. Das wirkt Einsamkeit entgegen und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Im Zentrum sollte nicht nur die Versorgung älterer Menschen stehen, sondern auch ihre Teilhabe am gesellschaftlichen und politischen Leben.“(Grundsatzprogramm Bündnis 90/Die Grünen)

Teilhabe ist nicht nur eine Frage der Mobilität. Klar, wir brauchen Barrierefreiheit und einen seniorengerechten ÖPNV. Noch wichtiger aber sind lebendige nachbarschaftliche Strukturen, die Vereinsamung und Isolation entgegen wirken. Der Seniorenbeirat hat hier in der Vergangenheit schon wichtige Impulse gegeben und z.B. den Treffpunkt in Barterode durchgesetzt. Aber eine gute Vernetzung und individuelle Angebote in allen Ortsteilen sindehrenamtlich nicht zu leisten.  Ich denke, die ältere Generation sollte es uns wert sein, analog zum Kinder- und Jugendbüro, eine hauptamtliche Stelle einzurichten, die sich um die Senior*innen und ihre Bedürfnisse kümmert und entsprechende Angebote entwickelt.

Meine Generation, die heute 50 – 70jährigen, wird sich weitaus weniger darauf verlassen können, im Alter in familiären Strukturen aufgefangen zu werden. Auch heute schon kommen Familien schnell an ihre Grenzen, spätestens wenn zunehmender Pflege- und Unterstützungsbedarf besteht. Mit dem Pflegedienst, der Tagespflege, dem Betreuten Wohnen und dem Alma-Louisen-Stift bietet die Diakonie Adelebsen alle klassischen Formen professioneller Unterstützung an. Aber, zum einen sind gerade bei den ambulanten Hilfen die Plätze rar, zum anderen haben zukünftige Alte möglicherweise auch andere Vorstellungen eines selbstbestimmten Lebens, dann wenn es allein nicht mehr geht.

Gemeinschaftliche Wohnformen wie Alten- und Pflegewohngemeinschaften, aber auch inklusive generationsübergreifende Wohnprojekte könnten diese Lücke füllen. Mit Freunden und Bekannten zusammenzuleben, gemeinsam den anfallenden Unterstützungsbedarf zu finanzieren, könnte zukünftig familiäre Strukturen ergänzen oder ersetzen. Auch professionell betriebene Pflegewohngemeinschaften bieten den Bewohnern mehr Selbstbestimmung und Einflussmöglichkeiten als ein traditionelles Heim. Hier leben i.d.R. 8 – 12 Personen mit Unterstützungsbedarf in einer großen Wohnung zusammen, jeder hat sein Zimmer als privaten Rückzugsort und es gibt eine große Gemeinschaftsküche als Hauptaufenthaltsraum.Betreuungskräfte sind rund um die Uhr da, ein ambulanter Pflegedienst kommt nach Bedarf.

Das Land Niedersachsen fördert mit dem Programm „Wohnen und Pflege im Alter“ sowohl Bauvorhaben als auch Sach- und Personalkosten zum Aufbau solcher alternativen Projekte und ambulanter Strukturen. Der Bedarf ist schon jetzt groß und wird wachsen.

Und mitten in Adelebsen gibt es eine Fläche, die sich geradezu anbietet für ein solches Projekt: Das Gelände der ehemaligen Alber-Schweitzer-Schule. Eine Eissporthalle soll dort nicht mehr entstehen, stattdessen ist jetzt geplant, Wohnbebauung zu ermöglichen. Was für eine Chance!

Im Zentrum des Fleckens könnte ein Bürgerzentrum entstehen, barrierefrei und ausreichend groß um gemeinschaftliches Wohnen unter einem Dach mit einem künftigen „Seniorenbüro“, einem offenen Treffpunkt z.B. für einen gemeinsamen Mittagstisch, einen Veranstaltungsraum (Warum nicht die alte Aula der Schule?) und Räumen für Nachbarschaftsinitiativen, usw. zu ermöglichen. Auch ein Palliativ- oder Hospizbereich wäre denkbar, angemessene Unterstützung für die letzte Lebensphase bis hin zum Tod.

Die Gemeinde könnte einen entsprechenden Um- bzw. Neubau selbst in die Hand nehmen und später die Räumlichkeiten an die verschiedenen Nutzer vermieten. Oder aber sie müsste für die Umsetzung einen geeigneten Investor/Bauträger gewinnen. Interessierte Bürger sollten in die Planung und Ausgestaltung einbezogen werden. Die Freie Altenarbeit Göttingen und die Demographiebeauftragte des Landkreises würden diesen Prozess sicher begleiten. Vielleicht findet sich darüber eine Gruppe, die ein gemeinschaftliches Wohnen anstrebt. Oder auch ein Träger für eine professionell betriebene Pflegewohngemeinschaft. Ganz sicher würden solche Räumlichkeiten nicht lange leer stehen.

Das Gelände und bestehende Gebäude der ehemaligen Schule ist zu schade für weitere klassische Mietwohnungen oder Einfamilienhäuser. Wir sollten die Chance nutzen, um Adelebsen auch für den demographischen Wandel zukunftsfähig zu machen!

Andrea Ströbele, Wibbecke 23.06.2021

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An den Bürgermeister, alle Ortsbürgermeister*innen und die Mitglieder des Ausschusses für Umwelt, Planung und Wirtschaftsförderung:

Anmerkungen zur Windenergie Diskussion in Adelebsen

Die Informationsflut zur Windenergie ist unüberschaubar. Was soll man glauben, was sind Fakten, was ist Desinformation? Wir reden und staunen über die gespaltene Gesellschaft in den USA und sind möglicherweise schon selber auf dem besten Weg dorthin. Woran scheiden sich die Geister eigentlich?

Womöglich an den großen „Glaubensrichtungen“ unserer Zeit:

  • diejenigen, die den Klimawandel anerkennen und die Dringlichkeit sehen schnellstmöglich dagegen vorzugehen (ohne Kernenergie)
  • diejenigen, die den Klimawandel anerkennen und die Dringlichkeit sehen dagegen vorzugehen (mit Kernenergie)
  • diejenigen, die den menschengemachten Klimawandel als unbewiesene Theorie sehen, oder gar leugnen und deshalb fossile Brennstoffe und Kernenergie als unersetzlich für die Versorgungssicherheit und vernünftige Kostenstrukturen propagieren

Gemäß Umweltbundesamt, Dokument ISSN 2363-829X, beträgt der Anteil der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien im Jahr 2020 45,4% (251TWh), davon 52% durch Windkraft, dem wichtigsten Energieträger im deutschen Strommix. Das kann man als signifikanten Beitrag zur Versorgung sehen. Für die traditionellen Energieversorger ist es verlorener Marktanteil an die Konkurrenz. Die Agitation durch Antiwindkraftorganisationen kommt da sehr gelegen und wird vermutlich sogar unterstützt.

www.Vernunftkraft.de und ihre Kooperationspartner wie u.a. www.gegenwind-saarland.de, oder www.eike-klima-energie.eu bemühen sich sehr erfolgreich die Windkraft zu diskreditieren. Diese und andere Organisationen sind weit davon entfernt den Klimawandel anzuerkennen und bekennen sich mehr oder weniger direkt zu fossilen Brennstoffen und insbesondere Kernenergie.

Die Bürger werden mit den für sie nahe liegenden Themen Natur-Landschafts- und Gesundheitsschutz angesprochen und instrumentalisiert. Nach heutigem Stand werden diese Themen dramatisiert und emotionalisiert. Die menschliche Schwäche erst mal Vorbehalte gegen Veränderungen zu haben wird perfide ausgenutzt. Interessanterweise setzen sich Klimawandelskeptiker nun auch vermehrt für Artenschutz und Biodiversität ein…

Ein besonders großer Erfolg der Windkraft Gegner ist die Einführung der 1000m Regel, die dem BMWi von Kernkraftbefürworter Jacob Fuhrmann, Gegenwind Saarland, empfohlen wurde. Das Umweltbundesamt (Dokument ISSN 2363-8273) stellt dazu fest, dass von möglicher Zubaufläche in Deutschland bei Einhaltung von 1000m Abstand nur noch 51 bis 78% übrig bleiben, bei 1500m noch 14-38% und bei 2000m 3-16%. Damit wäre die Windkraft erledigt und der Weg für Kernenergie frei. So schließt sich der Kreis. Zurück bleibt eine gespaltene Gesellschaft mit frustrierten Energiewende Unterstützern und frohlockende, die Windräder in ihrer Nähe (vorerst) verhindert haben.

Nachdem z.B. EnBW (derzeit 43 Windparks in Deutschland) nun auch für Adelebsen anfragt, muss man sich gar keine Mühe mehr machen herauszubekommen, ob Windkraft wirklich so ineffektiv ist, wie von den Gegnern propagiert. Offensichtlich ist das nicht der Fall.

Wenn die Gemeinde Adelebsen jetzt nicht gemeinschaftlich, konstruktiv und pro-aktiv zum eigenen Vorteil mit der RROP Windkraftangelegenheit umgeht, werden sich Projektierer direkt an Grundbesitzer wenden und die ein oder andere ausgewiesene Fläche oder andere Flächen werden mit Windrädern bebaut werden, ohne Beteiligung der Bürger und garantiert ohne Gewerbesteuereinnahmen für die Gemeinde.

Heike Frankl, Adelebsen 19.05.2021

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Wir brauchen einen Wandel – einen Bewusstseinswandel
und eine zusammenhängende Sichtweise auf das große Ganze.

Schaut man per GoogleMaps von oben auf die Dächer der großen Unternehmen unserer Kreisstadt Göttingen, so erkennen wir recht schnell, wie eben diese Unternehmen den Energiewandel nicht selbst mit in die Hand nehmen. Kaum Photovoltaik auf deren Dächer. Wie kann es sein, dass energieintensive Unternehmen nur 13 bis 16 ct/kWh bezahlen und gleichzeitig nicht mal einen kleinen Anteil an Eigenstrom produzieren müssen.

Zuerst sollten wir den Anteil an Photovoltaik in der Gemeinde Adelebsen erhöhen. Schließlich verbrauchen wir den Strom und nicht die Pflanzen- und Tierwelt, die diese Windmonster dann vor die Nase gesetzt bekommen. Weitere Punkte sind verstärkte Stromeinsparung in Straßenbeleuchtung, Werbung, Industrie, usw. und gleichzeitig die Entwicklung und den Ausbau von Stromspeichermöglichkeiten. Hätten wir nicht die vom Menschen gemachte und geplante Obsoleszenz, d.h. das bewusste Herstellen von Produkten mit verkürzter Lebensdauer, dann würden viele Gebrauchsgegenstände wieder langlebig sein und zugleich sehr viel Herstellungsenergie sparen.

Um den Klimawandel aufzuhalten, dürfen wir Menschen begreifen, dass der Wasserkreislauf der Erde viel wichtiger ist als die Co2-Freisetzung. Wir dürfen lernen ganzheitlich zu denken und zu handeln. Dabei müssen wir dringend viel mehr Bäume pflanzen, um Verdunstungskühle zu schaffen und damit den Wasserkreislauf am Leben halten. Was machen wir in Zukunft, wenn es zu wenig regnet? Auf ausgetrockneten Äckern und Wiesen findet keine Verdunstung mehr statt. Bäume, vor allem Laubbäume dienen als resiliente Puffer, die auch nach längeren Trockenphasen Tiefenwasser mobilisieren können und an die Atmosphäre als Verdunstungkühle abgeben, wodurch der Wasserkreislauf erhalten bleibt. Dazu brauchen wir dann eine regenerative Landwirtschaft (Agroforst, Permakultur, holistic grazing managment usw.) die Co2 im Boden in Form von Humus aufbaut und speichert.

Wenn wir als natur- und erdenverbundene Menschen nun meinen, dass wir durch den Windradausbau – der große Flächen versiegelt, die Natur und damit zugleich mögliche Verdunstungsflächen zerstört – den Klimawandel stoppen, dann haben wir uns geirrt, wie schon so oft in unserer Vergangenheit. Wir müssen hin zu viel mehr Natur und davon wegkommen immer mehr verbrauchen zu müssen. Der Windkraftausbau wird den Stromverbrauch vieler Menschen und besonders der Digitalisierungs- und Infrastrukturbereiche noch weiter ansteigen lassen, wenn wir uns nicht langsam darauf besinnen, worauf es im Leben ankommt.

Glück spüren wir Menschen im Wahrnehmen des Augenblicks, durch Liebe zu uns selbst und unseren Nächsten und nicht durch die Befriedigung äußerer materieller Reize. Grünes Wachstum vom Menschen aus ist auf einer endlichen Erde eine Illusion, diese kann nur durch die Pflanzenwelt selbst erzeugt werden, die unsere Grundlage allen Lebens ist.

Üben wir uns doch in Demut und setzen an der Ursache an, dem Stromverbrauch an sich, und nicht an deren Wirkung, die vielerlei Nebenwirkungen mit sich führen wird und die Zerstörung der Natur nur noch weiter beschleunigt. Bäume pflanzen und die Natur wieder mehr Natur sein lassen, lautet die Devise, wenn wir es wirklich ehrlich meinen möchten, mit der Rettung unserer Lebensgrundlage, unserer schönen Erde.

Niklas Richelshagen, Wibbecke 03.05.2021

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Windkraft ja – mit Augenmaß

Leider wird die Diskussion zum Thema Windkraft im Flecken Adelebsen von einigen Kommentatoren – wie oft auch in anderen Regionen – komplett polemisiert und mit bewusst- oder unbewusst falschen Zahlen belegt, um entsprechend Meinung und Stimmung zu machen. Da werden Flächengrößen genannt, die schlicht irrwitzig sind oder auch Zahlen an und Größen von Windkraftanlagen, die bewusst überhöht werden, um Panik zu machen.

Fakt ist, dass auch uns die kommenden Generationen daran messen werden, was wir alles getan oder eben nicht getan haben – und beim Thema Klimawandel wird niemand sagen können, „Das haben wir ja nicht gewusst.“ Einige scheint es aber schlicht nicht zu interessieren, was nach ihnen kommt.

Um es vorweg zu schicken – ich komme aus dem Landkreis Paderborn und ich habe über dreißig Jahre sehr gut verfolgen können, was der Ausbau von Windkraft bedeuten kann, wenn man nicht von vorn herein klare Regeln und Grenzen absteckt! Was gerade zwischen Egge, Paderborner Hochebene und Bad Wünnenberg entstanden ist an Windpark-Wildwucher, ist weder schön, noch sinnvoll. Ob es ein „Gewinn“ ist, der erste Binnenlandkreis gewesen zu sein, der sich autark mit Strom versorgen konnte, wage ich zu bezweifeln. Zuviel ist schlicht zu viel!

Wir werden aber nicht umhinkommen, weiterhin auch Windkraft an Land zu nutzen, wenn wir beispielweise den Weg der Digitalisierung weiter gehen wollen. In einigen Jahren werden in der EU weit mehr Haushalte an das digitale Netz angeschlossen sein als heute. Das allein wird einen enormen jährlichen Mehrbedarf bedeuten … Und das ist nur ein Beispiel für den stetig wachsenden Energiebedarf, der sicherlich nicht vornehmlich durch (meiner Meinung nach so nicht sinnvolle) eMobilität entsteht.

Nun kann man sagen, dass uns das in Deutschland nicht interessiert, weil wir es mit der Digitalisierung seit Jahrzehnten ja eh nicht hinkriegen. Irgendwann kommt das aber sicherlich auch hier an… Stromsparen wird da allein nicht helfen und niemand, auch nicht die, die gegen regenerative Stromerzeugung sind (woanders oder vor der eigenen Haustür), werden freiwillig auf Handy oder PC verzichten. Am ehesten kann der Deutsche vielleicht noch auf das autonome Fahren verzichten …😉

Auch das Argument, die anderen sind ja viel schlimmer und emittieren beispielsweise mehr CO2 zieht nicht wirklich – Deutschland ist der siebtgrößte Emittent weltweit und die Chancen, grüne Technologien zu puschen, sind sicherlich größer als die Risiken, die uns erwarten.

Von daher ist das, was gerade passiert, sinnvoll – Plätze zu suchen, die einen maximalen Ertrag an Windkraftnutzung bieten bei gleichzeitig minimalem und vertretbarem Eingriff in die Natur. Und nein – für mich gehört der Ausblick auf ein Bauwerk oder in die freie Natur beim Spaziergang, weil ich es „schlicht nicht will“, nicht zu den Ablehnungsgründen.

Es kann nicht sein, dass wir uns hier vor Ort vollends verweigern, einfach nur, weil man dann vielleicht nicht mehr so ungestört spazieren gehen kann oder aus dem einen oder anderen Blickwinkel die Burg verdeckt werden könnte. Das nennt man Weiterentwicklung und niemand würde auf technischen und wissenschaftlichen Fortschritt verzichten, wenn er ihm hilft. Das hat man vor Augen, weil es heute ist. Das sieht und nutzt man jeden Tag.

Leider ist das, was unsere Kinder und Enkel in einigen Jahrzehnten ausbaden müssen, für die, die heute eine noch teilweise intakte Natur genießen oder Ackerflächen für intakte Natur halten und am liebsten gar nichts verändern möchten oder zumindest bitte nicht vor der eigenen Haustür, oft abstrakt und nicht wirklich greifbar. Artensterben, Waldsterben, Trockenheit – auf Kosten unserer Kinder und Enkel zu zocken, dass alles gar nicht so schlimm kommen wird, wie prognostiziert, ist pervers! Was aber nicht sein darf ist so etwas, was gerade in Hessen passiert – Windkraftanlagen in den Wald setzen, eine wirklich intakte Natur für solche Anlagen opfern. Das ist nicht nur widersinnig, das ist Naturschutz paradox.

Wenn hier in Adelebsen beispielsweise in Richtung Steinbruch zwei oder drei Windkraftanlagen am Berg auf den Acker gesetzt werden oder auch auf die Äcker zwischen L559 und L554, sollte denn hier überhaupt ein ausreichender Ertrag zu erwirtschaften sein, dann denke ich, dass das einen akzeptablen Eingriff in die Natur darstellen würde und bei letztlich positivem Ergebnis auch realisiert werden sollte. Ackerflächen stellen sicherlich keine intakte Natur mehr da und wenn die Anlagen mit entsprechendem Abstand realisiert werden ist auch das Thema Vogelschlag eher keines.

Wenn dann noch der Bau einer solchen Anlage hier vor Ort finanziert werden würde und damit die Gelder auch hier vor Ort bleiben, dann wäre das natürlich ideal. Von daher ist meine Meinung klar: Windkraft ja, mit Augenmaß und klar reguliert, wenn es vom Ertrag her in unserer Region Sinn macht.

Andreas Vogelsang, Erbsen 23.04.2021

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taz-Artikel vom 22.04.2021:

Beim Infraschall verrechnet

https://taz.de/Windkraftanlagen-mit-weniger-Dezibel/!5762506/

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Klimarettung ja – aber nicht vor meiner Tür?

Die Klimakrise – mittlerweile auch bei uns in Adelebsen sichtbar – hat den Gesetzgeber bewogen, regenerative Energien zu fördern.

Für ein geordnetes Verfahren hat der Landkreis in seinem Entwurf zum neuen Regionalen Raumordnungsprogramm Vorranggebiete ausgewiesen. Danach besteht hier in Adelebsen immer ein Mindestabstand zur Wohnbebauung von 1000 Metern. Außerdem finden die Belange des Natur- und Umweltschutzes in der Bewertung Berücksichtigung.

Trotzdem werden von Windkraftgegnern z.T. immer noch Unterstellungen und Übertreibungen verbreitet und Vorurteile geschürt. Beispiele:

„Windkraftanlagen verursachen hörbaren Lärm“ – Aber diesen gibt es nicht im 1 km entfernten Wohngebiet.

„Windkraftanlagen verursachen Schattenschlag“ – Sollten Wohngebiete tatsächlich betroffen sein, dann wird aufgrund der WEA-Schattenwurf-Richtlinie dieser auf maximal 30 Stunden pro Kalenderjahr und nicht mehr als 30 Minuten pro Kalendertag begrenzt. Bei Überschreitung tritt die Abschaltautomatik ein.

„Windkraftanlagen verursachen Infraschall“ – Lt. Untersuchung der Landesanstalt für Umwelt in Baden-Württemberg liegen für Effekte der unterbewusste Wahrnehmung von Infraschall durch das Gehirn und andere Organe keine wissenschaftlich abgesicherten Erkenntnisse vor.

Herr Dr. Stefan Holzheu vom Bayreuther Zentrum für Ökologie und Umweltforschung der Universität Bayreuth widerlegt die in einem Vortrag von Dr. Stiller gemachten Ausführungen und zieht ein deutliches Fazit. Nachzulesen unter https://www.bayceer.uni-bayreuth.de/infraschall/de/windenergi/gru/html.php?id_obj=158835

„Gefahr für Vögel und Fledermäuse“ – Die Vorgaben des Bundesnaturschutzes werden herangezogen, so wird die Gefahr z.B. bei Vogelzug durch die Abschaltautomatik gemindert.

Adelebsen darf Windkraft nicht ablehnen solange wir in dieser Klimanotlage keine Alternative haben! Wer das Gegenteil behauptet, muss es erst den Experten und den dafür gewählten Entscheidern beweisen, bevor er es bei uns im Ort für sich instrumentalisiert. Adelebsen ist nicht der Ort für einen Diskurs über Grundsätze des Klimaschutzes. Wir lassen uns hier nicht mit der Anmaßung einer Expertise überrumpeln, die den Sachstand mit unbelegten Behauptungen auf den Kopf stellt. Niemand darf die BürgerInnen hinters Licht führen und mit ihnen den Gemeinderat zur Vorwahlzeit erpressen.

Die Notwendigkeit der Windkraft darf man nicht verleugnen, um sie vor seiner Tür zu verhindern. Ästhetische oder ökonomische Privatinteressen sind keine Verweigerungsgründe in unserer Klimanotlage.

Wir anerkennen keine Argumente, mit denen sich die Gemeinde ihrer Beitragspflicht zum Klimaschutz entziehen kann – weder beim Umweltschutz noch beim Tierschutz oder beim Gesundheitsschutz.

Die Installation von Windkraftanlagen muss in der Bevölkerung fair besprochen werden. Dazu muss das Pro und Kontra einer gerechten und zumutbaren Belastung der Gemeinde faktenbasiert sein.

Brigitte Bergholz, Wibbecke 20.04.2021

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Reizthema Windenergie:
Über was reden wir hier eigentlich?

Über empörte Bürgerinnen und Bürger, denen (gemäß dem Verursacherprinzip) zugemutet wird, vielleicht demnächst sehen zu müssen, wo ihr Strom hergestellt wird?

Kohlekraftwerke mit immensem CO2-Ausstoß, Atomstrom mit all seinem Gefahrenpotenzial noch weit über die nächsten Jahrzehnte hinaus, Gaspipelines um die halbe Welt, alternativ mit fossilem Brennstoff betriebene Riesentanker auf den Weltmeeren, die gefracktes Gas vom anderen Teil der Erde bringen, Abhängigkeit von Autokraten – alles egal?

Nein! Wir reden hier über die globale reale Gefahr des Klimawandels, über den überdimensionalen Ressourcenverschleiß, den wir alle mit verantworten. Am 22.8.2020 hatten wir weltweit die natürlichen Ressourcen der Erde verbraucht, die unser Planet in einem Jahr regenerieren kann (Quelle: https://www.wwf.de/earth-overshoot-day). Von da ab lebten wir den Rest des Jahres auf Pump.

Es ist der menschengemachte Klimawandel, der das große Artensterben verursacht, nicht ein Windrad, das gern mal als vogelschredderndes Ungeheuer dargestellt wird. Ein Wald sieht nach drei Dürresommern nicht mehr aus wie ein Wald und erfüllt auch nicht mehr dessen ökologische Funktion. Das sehen wir deutlich bei Spaziergängen in der näheren Umgebung. Das ist die Drohkulisse, der wir uns zu stellen haben

Mein Fazit:
Unser Problem sind nicht einzelne WEAs in Sichtweite. Nein, es geht um das große Ganze. Wir haben alle unseren Beitrag zu leisten, um die Klimakatastrophe abzuwenden, auch und gerade über die Erzeugung regenerativer Energie durch Wind, Sonne etc. in unserer Gemeinde, naturverträglich, aber konsequent.

Petra Loeb-Kompart, Adelebsen 19.04.2021

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Wie kann die Energiewende gelingen?

Jürgen Trittin, Doreen Fragel und Marie Kollenrott haben sich am 13. April im Göttinger ‚Grünen Salon‘ ausführlich mit dieser Frage beschäftigt – und Antworten gefunden; hier zu sehen und zu hören unter diesem Link:

Grüner Salon „Wie kann die Energiewende gelingen?“ – Jürgen Trittin, Doreen Fragel, Marie Kollenrott

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Standpunkt Windenergie in Adelebsen

Alternative Energieversorgung aus Wind, Solar, und Wasser bedeutet die wirtschaftliche Unabhängigkeit Deutschlands von Lieferungen fossiler Energie aus dem Ausland. Damit erreichen wir eine politische Distanz zu Staaten mit militärischem Konfliktpotential und zu Autokratien mit staatlichen Repressionen gegen die eigene Bevölkerung.

Nach unserer Ansicht sollte der Umfang und Flächenbedarf zur Erzeugung von Wind- und Solarenergie im Bereich der Gemeinde Adelebsen zumindest für den Strombedarf aller lokalen Haushalte und des hier ansässigen Gewerbes decken. Übermäßige Stromerzeugung und Export über weite Strecken in andere Regionen sollte schon aufgrund des Landschaftsverbaus vermieden werden.

Anlagen zur Erzeugung alternativer Energien sollten möglichst von lokalen Unternehmen oder Genossenschaften betrieben werden, sodass entsprechende Gewerbesteuern auch der Gemeinde am Ort der Produktion zugutekommen.

Wir fordern die Beteiligung der Bürger an der Wertschöpfung durch alternative Energien bis hin zur Möglichkeit einer gebührenorientierten Stromversorgung durch einen öffentlichen Träger, vergleichbar mit dem Ver- und Entsorgungsverband Adelebsen.

Bis heute gibt es keinen gesetzlich fundierten Plan zur Ausweisung von Windenergieflächen im Bereich der Gemeinde Adelebsen. Das jetzt diskutierte Raumordnungsprogramm des Landkreises Göttingen ist noch nicht abschließend beschlossen. Das bedeutet, dass aktuell noch auf jeder potentiell nutzbaren Fläche Windenergieanlagen gebaut werden können. Um einen Wildwuchs an Windenergieanlagen zu verhindern, haben insbesondere die GRÜNEN im Gemeinderat des Fleckens Adelebsen schon vor einigen Jahren eine entsprechende definitive Raumplanung mit Ausweisung weniger Weißflächen vorangetrieben. Ein entsprechender Beschluss wurde jedoch durch die Neufassung der Raumordnungsplanung auf Landesebene verhindert.

Michael Klinge, Lödingsen 03.04.2021

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Warum wir es uns nicht mehr leisten können,
einfach nur dagegen zu sein

Schön finden wir die großen Windräder in der Landschaft auch nicht.
Aber darum kann es allein nicht gehen, denn irgendwo muss der Strom, den wir alle verbrauchen, ja herkommen.

Wenn wir unser Klima – und damit unsere elementarsten Lebensgrundlagen –  ernsthaft retten wollen, dann müssen wir jetzt handeln und haben aus unserer Sicht nur zwei Möglichkeiten:

1. Ausbau regenerativer Energie einschließlich Windkraft

2. Massive Stromeinsparung in allen Bereichen des Lebens und Arbeitens.

Wir denken, dass uns die Begrenzung der Klimaerwärmung nur in Kombination mit beidem gelingen kann und wir dabei als Übergangstechnik grundsätzlich auch den Bau neuer Windkraftanlagen in Kauf nehmen müssen. Solarzellen auf möglichst vielen Dächern und in Plantagen sowie Biogasanlagen werden das auf absehbare Zeit allein nicht schaffen. Würden wir weniger Strom verbrauchen, benötigten wir auch weniger Anlagen.

Weg von einer Verbrauchsgesellschaft hin zu einer Gebrauchsgesellschaft

Nur wenn es uns gelingt, den Weg von einer Verbrauchsgesellschaft hin zu einer Gebrauchsgesellschaft zu gehen, wenn wir es schaffen, unsere alltäglichen Gewohnheiten zu ändern, die Ressourcen der Erde nicht weiter zu verschwenden und unser aller Stromverbrauch erheblich zu senken, kann es für uns eine gute lebenswerte Zukunft geben.

Zum Entwurf eines neuen Regionalen Raumordnungsprogramms (RROP)

Wenn sich jetzt im Zuge der Entwurfsplanung für ein neues Regionales Raumordnungsprogramm (RROP) Widerstand gegen die mögliche Ausweisung von Vorranggebieten in Adelebsen regt, so ist dabei zu berücksichtigen, dass unabhängig von diesem Entwurf schon seit längerer Zeit zwei Bauanträge für den Bau von Windrädern auf zum Teil anderen als den im RROP- Entwurf vorgeschlagenen Flächen gibt, nämlich am Roten Weg, rechts der Straße Richtung Güntersen.

Hierfür liegt ein positiver Vorbescheid nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz (BImsch) vor. In weiteren Verfahren sind unter anderem aber noch die Belange des Arten- und des Denkmalschutzes zu prüfen (Schutz seltener Tiere und Pflanzen, Beeinträchtigung der Sichtachse zur Burg Adelebsen, …). Diese Begutachtung steht aus.

Ein ungezügeltes Zubauen mit Windrädern in alle Richtungen rund um Adelebsen darf es auch aus unserer Sicht nicht geben. Doch ein grundsätzliches Verweigern nach dem Motto „Überhaupt keine Windräder“ ebenfalls nicht.

Die landschaftsästhetische Argumentation zieht dabei nur wenig – angesichts schon jetzt deutlich spürbarer Wetterveränderungen bei uns. Nach drei trockenen Sommern sieht unser Wald in Adelebsen gleich hinter ‚Koch‘s Linde‘ wegen Kahlschlag auf großen Flächen schon gar nicht mehr wie ein solcher aus.

Auch verstärkte Bemühungen zum Schutz des Rotmilans sowie verfahrenstechnische Kniffe aus der Vergangenheit mit hunderten von ähnlichen oder sogar gleichlautenden Eingaben zur Verzögerung des Abwägungsprozesses sind im Grunde verantwortungslos, da sie augenscheinlich eher als Mittel zum Zweck dienen, statt einer gemeinsam auszuhandelnden Lösung unseres Energie-, Klima- und Ressourcenproblems.

Wenigstens zur Deckung unseres Eigenbedarfs und anteilig auch dem der Stadt Göttingen, auf deren Arbeits- und Dienstleistungsmöglichkeiten wir auch nicht verzichten mögen, sollten wir bereit sein, unseren Beitrag zu einer regenerativen klimaneutralen Stromversorgung zu leisten.

Ein einfaches „Weiter so“ und „Alles soll so weiterlaufen wie bisher“ kann uns dabei nicht helfen.

Andreas Kompart, Adelebsen 02.04.2021

PS: Eigentlich müssten wir Menschen sowieso wieder auf die Bäume, damit die Erde sich von unseren ständigen Eingriffen erholen könnte. Es ist schon erschreckend, wie sehr wir sie ausgebeutet und ihr damit zugesetzt haben. Alles haben wollen, was man kriegen kann und am liebsten auch noch mehr als andere – das scheint uns Menschen meist eigen zu sein.

Die weltweite Nachfrage nach natürlichen Ressourcen übersteigt seit 1971 durchgehend das, was unsere Erde regenerieren kann – eine Situation, die es, global betrachtet, in der Menschheitsgeschichte zuvor noch nie gegeben hat. Gegenwärtig bräuchten wir eigentlich anderthalb Erden, um den Verbrauch eines Jahres decken zu können. Dabei sind die Unterschiede zwischen den Staaten und Regionen enorm: Wenn alle Menschen so leben würden, wie wir Europäer, dann wären es drei Erden, wenn alle den Menschen in Nordamerika nacheifern würden, sogar fünf. (Quellen: Umweltbundesamt, Bundeszentrale für politische Bildung)

Wie lange wollen und können wir überhaupt noch so weitermachen?

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